Neue Studie zur Bodenplastisphäre erschienen

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Bodenaggregat mit Mikroplastik-Fasern Bildquelle: Anika Lehmann
Bodenaggregat mit Mikroplastik-Fasern Bildquelle: Anika Lehmann
Forschungsteam um Biologen der Freien Universität Berlin sieht in Mikroplastikverschmutzung in Böden beispiellosen Lebensraum und warnt vor unklaren Folgen. Bodenaggregat mit Mikroplastik-Fasern Bildquelle: Anika Lehmann Plastik ist in der Umwelt mittlerweile allgegenwärtig: Während sich frühere Forschungsarbeiten vor allem mit den Auswirkungen von Kunststoffpartikeln in Ozeanen und aquatischen Systemen befassten, rückt nun der plastikverschmutzte Boden zunehmend in den wissenschaftlichen Fokus - insbesondere Böden in landwirtschaftlichen Ökosystemen, wo Lebensmittel angebaut werden. Der Biologe Matthias C. Rillig von der Freien Universität Berlin hat zusammen mit den Koautoren Dr. Shin Woong Kim (Postdoc in Rilligs Labor) und Yong-Guan Zhu (China) nun ein Konzept der Bodenplastisphäre beschrieben, also dem Boden, der unter dem unmittelbaren Einfluss von Kunststoffpartikeln steht. Im Fachmagazin ,,Nature Reviews Microbiology" fassen die Wissenschaftler Forschungsarbeiten zur mikrobiellen Lebensgemeinschaft, die Kunststoffpartikel besiedelt, in der Studie mit dem Titel ,,The soil plastiphere" zusammen. Die Bodenplastisphäre ist dem Forschungsteam zufolge für das Verständnis der Auswirkungen von Plastik in terrestrischen Ökosystemen von zentraler Bedeutung. Die Studie ist abrufbar unter: https://doi.org/10.1038/s41579'023 -00967-2 Wenn es um die menschgemachten Auswirkungen auf den Boden geht, denken die meisten zuerst an den Klimawandel. Der Mensch beeinflusst seine Umwelt aber auch durch die wachsende Verschmutzung mit Mikroplastik - also Kunststoffpartikeln, die kleiner als 5 Millimeter und mittlerweile praktisch Überall zu finden sind.
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