Auch hungernde Bäume bilden Reserven

Gesunde, weiter gewachsene Exemplare der für das Experiment verwendeten Fichten-
Gesunde, weiter gewachsene Exemplare der für das Experiment verwendeten Fichten-Klone. © MPI-BGC
Gesunde, weiter gewachsene Exemplare der für das Experiment verwendeten Fichten-Klone. MPI-BGC - Wenn die Fotosynthese lange lahmgelegt ist, gewinnen junge Fichten notfalls sogar durch Selbstverdauung Energie Bäume haushalten mit ihren Reserven anders als bislang angenommen. Sie bilden nämlich auch in Hungerphasen, also etwa während langen Trockenperioden, energiereiche Kohlenstofverbidnungen, die ihnen für genau solche Zeiten als Vorräte dienen. Dafür verzichten sie darauf, weiter zu wachsen, und verdauen im Extremfall sogar eigene energiereiche Bestandteile. Bislang gingen Biologen davon aus, dass Pflanzen nur Reserven bilden, wenn genügend Fotosyntheseprodukte vorhanden sind und auch der Bedarf für ihr Wachstum gedeckt ist. Anhand der neuen Erkenntnisse lassen sich Modelle verbessern, die vorhersagen, wie sich Wälder mit dem fortschreitenden Klimawandel entwickeln werden. Bäume und ganze Wälder sind weltweit durch zunehmende Klimaextreme wie Hitzewellen und Dürren bedroht, in deren Folge sie obendrein oft noch verstärktem Insektenbefall ausgesetzt sind.
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