Das neue schwere Isotop Mendelevium-244 und eine rätselhafte kurzlebige Spaltaktivität

Ausschnitt aus der Nuklidkarte im Bereich der Mendelevium-Kerne, in dem der Ort
Ausschnitt aus der Nuklidkarte im Bereich der Mendelevium-Kerne, in dem der Ort und die Zerfallseigenschaften des neuen Isotops Mendelevium-244 hervorgehoben sind
Ausschnitt aus der Nuklidkarte im Bereich der Mendelevium-Kerne, in dem der Ort und die Zerfallseigenschaften des neuen Isotops Mendelevium-244 hervorgehoben sind - Mendelevium-244 wurde 2018 erstmals hergestellt / Experimente weisen auf ungewöhnliche kurzlebige Spaltaktivität hin Die limitierenden Faktoren für die Existenz stabiler, superschwerer Elemente immer besser zu verstehen, ist seit Jahrzehnten ein Anliegen der Chemie und der Physik. Superschwere Elemente, wie die chemischen Elemente mit Ordnungszahlen größer als 103 genannt werden, kommen in der Natur nicht vor und werden künstlich mithilfe von Teilchenbeschleunigern hergestellt. Innerhalb von Sekunden zerfallen sie. Neue Erkenntnisse zu den Spaltprozessen in solchen exotischen Kernen hat ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung Darmstadt, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) und der Universität Jyväskylä in Finnland unter der Leitung von Jadambaa Khuyagbaatar von GSI und HIM geliefert und dazu den bisher unbekannten Kern Mendelevium-244 hergestellt. Die Untersuchungen waren Teil der FAIR-Phase 0, der ersten Stufe des FAIR-Experimentierprogramms. Die Resultate sind kürzlich in der Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht worden. Schwere und superschwere Kerne sind zunehmend instabil gegenüber der Kernspaltung, bei der sich der Kern in zwei leichtere Fragmente spaltet.
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