Anika Mann Foto: Katja Bornkessel/UKJ
Internationales Pharmakologieteam hat das molekulare Verhalten des Nociceptin-Rezeptors sowohl in der Zelle als auch im Organismus aufgeklärt. Der auch als Orphanin-FQ-Rezeptor bezeichnete Nociceptin-Rezeptor ist der jüngste in der Familie der Opioid-Rezeptoren. Diese großen Proteinmoleküle befinden sich in der Membran von Nervenzellen und geben als Andockstellen für spezifische, von außen kommende Signalstoffe Informationen in die Zelle weiter. Auf diese Weise sind sie im zentralen Nervensystem an der Steuerung von Empfindungen wie Schmerz, Motivation oder Belohnung beteiligt. Sowohl der am besten untersuchte Mu-Opioid-Rezeptor, an den Morphin bindet, als auch die Deltaund Kappa-Opioid-Rezeptoren sowie der vor 25 Jahren zum ersten Mal beschriebene Nociceptin-Rezeptor sind Zielstrukturen für schmerzlindernde Wirkstoffe. Allerdings ist diese Wirkung je nach Rezeptor von verschiedenen unerwünschten Nebenwirkungen begleitet, die von Atemlähmung, Sucht und Toleranzentwicklung über Anfallsneigung und Gemütsveränderungen bis zur Benommenheit reichen. Suche nach neuen, risikoärmeren Schmerzmitteln.
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