Kindheitstrauma kann Gehirnstruktur beeinflussen und spätere Veranlagung zu schweren depressiven Störungen schaffen

Freuen sich über die weltweite Resonanz auf die Depressionsstudie: Dr. Nils Opel, Leiter des Projektes (l.), und Udo Dannlowski, Direktor des Instituts für Translationale Psychatrie (Foto: FZ / E. Wibberg) Hirnbildgebung zeigt Verbindungen zwischen Misshandlung in der Kindheit, Gehirnstruktur und Anfälligkeit für schwere Krankheitsverläufe bei Depressionen auf Münster (mfm) - Ein Trauma in der Kindheit kann die Struktur des Gehirns so beeinflussen, dass die Wahrscheinlichkeit von schweren, wiederkehrenden klinischen Depressionen im Erwachsenenalter steigt. Das ist das Ergebnis einer zweijährigen Beobachtungsstudie mit 110 Patienten, die Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) durchgeführt haben. Seine Ergebnisse hat das Forscherteam in der April-Ausgabe des Fachjournals The Lancet Psychiatry veröffentlicht. Einige frühere Studien hatten auf eine mögliche Verbindung zwischen Misshandlung und veränderter Gehirnstruktur hingedeutet, während in anderen ein Zusammenhang zwischen Misshandlung und schweren depressiven Störungen identifiziert wurde. In der jetzt publizierten Studie wird erstmals eine direkte Verbindung zwischen dem Erleben von Misshandlungen, Veränderungen in der Gehirnstruktur und dem klinischen Verlauf einer Depression aufgezeigt. Zudem beleuchtet diese Studie als erste, um welche strukturellen Veränderungen im Gehirn es sich handeln könnte: So genannte ,,limbische Narben" wurden bereits früher in Patienten identifiziert, sie hatten allerdings eine andere Form als die Veränderungen, die die WWU-Forscher feststellten.
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