Jupiters Polarlichter werden durch Wechselströme erzeugt
Einem internationalen Team von Forschern und Forscherinnen ist es gelungen, das Stromsystem, das für die Polarlichter auf Jupiter verantwortlich ist, zu vermessen. Mit Hilfe von Daten, die die NASA-Raumsonde Juno zur Erde schickte, zeigten sie, dass die Gleichströme viel schwächer waren als erwartet und deshalb die Wechselströme eine besondere Rolle spielen müssen. Auf der Erde hingegen ist es ein Gleichstromsystem, das für die polare Beleuchtung sorgt. Die Stromsysteme des Gasgiganten werden insbesondere durch die großen Fliehkräfte in Gang gehalten, die ionisiertes Schwefeldioxidgas von seinem Mond Io durch die Magnetosphäre schleudern. Beteiligt am Projekt war Joachim Saur vom Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln. Der Artikel ,,Birkeland currents in Jupiter's magnetosphere observed by the polar-orbiting Juno spacecraft" ist in der aktuellen Ausgabe von Nature Astronomy veröffentlicht. Jupiter, der größte Planet des Sonnensystems, besitzt die hellsten Polarlichter mit einer Strahlungsleistung von 100 Terawatt (100.


