Denken in bewegten Bildern
Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert Kolleg-Forschungsgruppe ,,Cinepoetics" der Freien Universität Berlin und der Filmuniversität Babelsberg. Die Kolleg-Forschungsgruppe ,,Cinepoetics - Poetologien Audiovisueller Bilder" der Freien Universität Berlin in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF wird um vier weitere Jahre verlängert. Dies teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Montag in Bonn mit. Im Rahmen des Projekts untersuchen Forscherinnen und Forscher seit Oktober 2015, welchen Einfluss audiovisuelle Bilder darauf haben, wie Menschen die Welt um sie herum wahrnehmen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Hermann Kappelhoff vom Seminar für Filmwissenschaft der Freien Universität und Michael Wedel von der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF gehen dabei der These nach, dass Medien keineswegs bloße Mittel der Kommunikation gegebener Sachverhalte sind, sondern vielmehr technische Erweiterungen der Wahrnehmung; sie verändern die Bedingungen des Verstehens, Urteilens und Imaginierens. Aus dieser Perspektive lassen sich in der Analyse filmischer Bilder Formen des Denkens und Fühlens bestimmen - und so eröffnet sich ein veränderter Blick auf die historische, kulturelle und politische Dimension audiovisueller Medien. In enger Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten der internationalen Filmund Medienwissenschaft sowie der Philosophie und Filmpraxis entwickelt die Forschungsgruppe ihren breit gefächerten Ansatz weiter.


