Zelluläres Thermometer entdeckt
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Forscherinnen und Forscher der Freien Universität Berlin entdecken einen bislang unbekannten Mechanismus zur Temperatur-abhängigen Kontrolle der Genexpression. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität Berlin haben einen Mechanismus identifiziert, der es Zellen ermöglicht ihr Genexpressionsprofil an sehr kleine Änderungen der Temperatur anzupassen. 'Gleich einem Thermometer folgen diese Änderungen der Genexpression der Temperatur in linearer Form und ermöglichen damit eine graduelle Anpassung an die gegebene Temperatur', erklärt Florian Heyd von der Freien Universität, der die Studie leitete. Dieses zelluläre Thermometer sei sensitiv genug, um auf Schwankungen der Körpertemperatur zwischen 36 und 38°C mit einer veränderten Genexpression zu reagieren. Die Entdeckung schaffe die Grundlage für eine Reihe weiterer, anwendungsorientierter Fragen. Die Experimente wurden an Mäusen durchgeführt, da aber auch im Menschen tageszeitabhängige Unterschiede in der Körpertemperatur vorhanden sind, sei zu erwarten, dass der Mechanismus auch eine wichtige Rolle für die menschliche Physiologie spielt. Die Froschungsergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Molecular Cell veröffentlicht.




