Hin zu neuen antiviralen Wirkstoffen und Antibiotika
Wissenschaftler der Freien Universität und des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie publizieren neue Einsichten, wie Membraneinstülpungen verengt und abgeschnitten werden. Wissenschaflter der Freien Universität Berlin und des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) haben einen Schlüsselmechanismus im Prozess der Verformung von Zellmembranen entdeckt. 'Dieser Mechanismus spielt eine fundamentale Rolle in der zellulären Aufnahme von Rezeptoren und Hormonen und wird von Viren und Bakterien gekapert', erläutert Frank Noé, Computerwissenschaftler an der Freien Universität Berlin, der die Studie gemeinsam mit Volker Haucke, Biochemiker am FMP, leitete. Der Schlüssel zum Erfolg sei die Kombination aus Hochleistungs-Computersimulationen, hochauflösender Mikroskopie und zellbiologischen Methoden gewesen. Die Arbeit schließe ein wichtiges Kapitel in der Erforschung der Clathrinabhängigen Endozytose (CME) ab und sei von hoher biochemischer und biotechnologischer Relevanz in der Bekämpfung von Diabetes und Krebs sowie für die Entwicklung von antiviralen und antibakteriellen Wirkstoffen. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. 'Zellen kommunizieren miteinander und mit ihrer Umgebung mithilfe von Rezeptoren auf ihrer Oberfläche', erklärt Frank Noé.




