Ein Schritt Richtung Energieträger der Zukunft
Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin und der Ruhr-Universität Bochum ist es gelungen, einen zentralen Übergangszustand im katalytischen Zyklus von Hydrogenasen spektroskopisch nachzuweisen. Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin und der Ruhr-Universität Bochum ist es gelungen, einen hydridischen Zustand im katalytischen Zyklus von Eisen-Hydrogenasen zu stabilisieren und spektroskopisch nachzuweisen. ,,Molekularer Wasserstoff (H2) gilt als Energieträger der Zukunft", erklärt Dr. Sven T. Stripp, Biophysiker an der Freien Universität und Leiter des Forschungsprojektes. Die Ergebnisse schlössen eine seit gut 20 Jahren geführte wissenschaftliche Diskussion ab: Es sei der Beweis erbracht worden, dass es sich bei dem Wirkungsmechanismus der H2-Produktion um einen heterolytischen Prozess handel. Diese Erkenntnis habe wichtigen Einfluss auf das Design artifizieller Katalysatoren, da nun geklärt sei, dass nur endständige, hybridische Spezies auf hohe Umsatzraten in der H2-Produktion hoffen lassen. Verbrückende Hydride, wie sie beispielsweise in der Speicherung von H2 angestrebt werden oder in den katalytischen weniger effektiven Nickel-Eisen-Hydrogenasen beobachtet worden sind, können Umsatzraten von 1. H2/ min nicht erklären. Die Forschungseregbnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications publiziert.




