An der Versuchsanlage für additive Fertigung wird durch Extrusion von Holzleichtbeton ein multifunktionales Wandelement hergestellt. Bachelor-Studentin Bettina Saile befüllt den Versuchsextruder mit Frischbeton. (Foto: K. Henke / TUM)
Traditionell werden Bauteile aus Beton gegossen. Die dafür notwenige Verschalung begrenzt jedoch die Gestaltungsmöglichkeiten. Neue Freiheiten in der Formgebung ermöglicht der 3D-Druck. Forscherinnen und Forscher an der Technischen Universität München (TUM) experimentieren mit verschiedenen Verfahren, unter anderem dem sogenannten selektiven Binden. Mit dieser Technik ist es jetzt erstmals gelungen, filigrane, bionische Strukturen aus echtem Beton zu drucken. Passgenaue Implantate, gewichtsoptimierte Flugzeugund Autobauteile - in vielen Industriezweigen wird der 3D-Druck heute bereits routinemäßig eingesetzt. Höchste Zeit, dass auch die Architektur davon profitiert, meint Dr. Klaudius Henke vom Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion an der TUM: ,,Die additive Fertigung wäre für das Bauwesen extrem attraktiv: Sie erlaubt eine große Formenvielfalt - und auch bei kleinen Stückzahlen - hohe Wirtschaftlichkeit." - Gedruckter Beton - so gut wie gegossen.
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