Cyanobakterien der Gattung Synechocystis sp. PCC 6803: Oben im lichtmikroskopischen Bild, unten im Transmissions-Elektronenmikroskop. Bilder: Alexander Klotz
Wissenschaftler der Universität Tübingen entdecken, dass die Wiederbelebung der Zellen strikt genetisch reguliert wird. Viele Bakterien, darunter auch gefährliche Krankheitserreger, können ihren Stoffwechsel stark reduzieren und in ein Ruhestadium übergehen, um Zeiten zu überleben, in denen kein Wachstum möglich ist. Dormanz wird dieses Phänomen genannt, das zum Beispiel bei Nährstoffmangel eintritt. Erstmals ist es Professor Karl Forchhammer und Alexander Klotz vom Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin der Universität Tübingen gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam gelungen, den Aufwachprozess der Ruhestadien von Cyanobakterien zu analysieren. Sie stellten fest, dass die Wiederbelebung der Zellen einem strikten genetischen Ablaufplan folgt. Die Studienergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Current Biology veröffentlicht. Diese Ergebnisse geben Einblicke in ein bislang unbekanntes lebenserhaltendes Programm und lassen auch Rückschlüsse auf Prozesse der Zellalterung zu.
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