Neue DFG-Forschergruppe zu Migration und Mobilität

Historiker untersuchen mit modernen Methoden Wanderbewegungen in der Zeit von 250 bis 900 nach Christus. 'Migration und Mobilität in Spätantike und Frühmittelalter' ist das Thema eines neuen Forschungsprojekts, das 2017 an der Universität Tübingen starten wird. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet im Januar des kommenden Jahres eine Kolleg-Forschergruppe ein, die sich den genannten Phänomenen für zunächst vier Jahre widmen wird. Sprecher des neuen Verbunds ist Professor Mischa Meier vom Tübinger Seminar für Alte Geschichte. Antragsteller waren zudem die Professoren Steffen Patzold und Sebastian Schmidt-Hofner aus dem Fachbereich Geschichtswissenschaft.   'Die neue Kolleg-Forschergruppe wird eine historische Epoche beleuchten, die traditionell als ´Völkerwanderung` zusammengefasst wird', erklärte Meier: 'Dieser Begriff bezog sich traditionell auf die Wanderbewegungen germanischer Bevölkerungsgruppen in Spätantike und frühem Mittelalter.' Im Fokus der Forschung hätten dabei lange Aspekte wie Kriegsund Beutezüge oder auch die ethnische Zugehörigkeit und Identität der historischen Akteure gestanden. 'Der neue Forschungsverbund will diese Perspektive erweitern, indem wir Mobilität und Migration als soziale Phänomene in den Mittelpunkt stellen', erklärt Meier.
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