Schimpansen arrangieren sich mit dem Verlust von Wäldern

Mithilfe von Genanalysen entdecken Forscher in einem fragmentierten Waldgebiet unerwartet viele Schimpansen. Das Sammeln von Kotproben und die Analyse des darin enthaltenen Erbguts brachte ein Forscherteam auf die Spur einer unerwartet großen Schimpansenpopulation: Etwa dreimal so viele Tiere wie erwartet leben in zerstückelten Waldgebieten in der Nähe menschlicher Siedlungen in Uganda. Schimpansen scheinen also, zumindest auf kurze Sicht, besser mit der Lebensraumverschlechterung umgehen zu können als bisher angenommen. Die Forscher betonen jedoch, dass auch in Gebieten jenseits der Nationalparks und Waldschutzgebiete Maßnahmen zum Schutz der Menschenaffen ergriffen werden sollten. Die Waldschutzgebiete Budongo und Bugoma erstrecken sich über jeweils 400 Quadratkilometer und beherbergen etwa ein Viertel der 5.000 noch in Uganda lebenden Schimpansen. Zwischen diesen beiden Schutzgebieten befindet sich ein ungeschütztes Gebiet, das etwa doppelt so groß ist wie Budongo und Bugoma zusammen. Dieses Habitat besteht aus Wäldern, Dörfern, Agrarflächen und naturbelassenen Graslandschaften und wird auch von Schimpansen bewohnt.
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