Mosaik der Oberfläche: Die meisten der 130 hellen Flecken (hier rot markiert) auf dem Zwergplaneten Ceres stehen in Zusammenhang mit Kratern, wie diese Aufnahme zeigt. Drei Zooms ermöglichen einen näheren Blick auf diese Gebiete. Oben links: Über dem Occator-Krater zeigt sich bei Sonneneinstrahlung eine Art Nebel. Der Krater könnte deshalb gefrorenes Wasser enthalten. Oben rechts: Der Oxo-Krater ist die zweithellste Struktur auf Ceres; auch hier tritt eine Art Nebel auf. Unten: Ein typischer wasserloser Krater. Die helle Färbung rührt unter anderem von Mineralsalzen her, die wahrscheinlich im Laufe der Zeit ausgetrocknet sind. [weniger]
Die Raumsonde Dawn beobachtet auf der Oberfläche des Zwergplaneten verdampfendes Wasser und getrocknete Mineralsalze. Über dem hellsten Fleck auf der Oberfläche des Zwergplaneten Ceres im Occator-Krater liegt bei Sonneneinstrahlung ein dünner Nebel. Das belegen Aufnahmen des Kamerasystems an Bord der NASA-Raumsonde Dawn, die Forscher unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung jetzt veröffentlich haben. Der Nebel deutet darauf hin, dass dort nahe der Oberfläche gefrorenes Wasser existiert, welches durch Öffnungen emporsteigt. Ein weiterer Bestandteil der hellen Flecken im Occator-Krater sind hydrierte Magnesiumsulfate, eine Klasse von Mineralsalzen. Viele der anderen hellen Bereiche auf der Ceres-Oberfläche bestehen wahrscheinlich inzwischen ausschließlich aus ausgetrockneten Mineralsalzen. Die neuen Ergebnisse zeigen, dass gefrorenes Wasser seit der Geburtsstunde des Sonnensystems nicht nur in dessen entlegenen Ecken überdauern konnte, sondern auch im vergleichsweise nahen Asteroidengürtel.
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