Planck enthüllt späte Geburt der ersten Sterne
Kosmologie-Satellit liefert detaillierte Karten des kosmischen Mikrowellenhintergrunds Neue Karten des ESA-Satelliten Planck zeigen den gesamten Himmel im polarisierten Licht des frühen Universums und verraten, dass die ersten Sterne rund 100 Millionen Jahre später geboren wurden als bisher angenommen. Die Karten geben aber auch neue Einblicke in unsere Milchstraße, deren Staub spektakuläre Ansichten galaktischer Magnetfelder liefert. Wissenschaftler am Garchinger Max-Planck-Institut für Astrophysik haben wichtige Software-Komponenten für Planck entwickelt und sich intensiv an der Auswertung der Missionsdaten beteiligt. Nachhall vom Urknall: Diese Karte zeigt die Polarisation des kosmischen Mikrowellenhintergrunds (CMB), wie sie von Planck über den gesamten Himmel vermessen wurde. Ein kleiner Bruchteil der Strahlung ist polarisiert - das Licht schwingt in einer bevorzugten Richtung. In diesem Bild repräsentiert die Farbskala Temperaturdifferenzen, während die Textur die Richtung des polarisierten Lichts andeutet. Die dabei sichtbaren Muster sind charakteristisch für Polarisation im sogenannten E-Modus, die dominierende Form der Polarisation im CMB.


