Nano-Stromnetze zwischen Bakterien

Archaeen (rot) fungieren als Stromversorger und setzen bei der Oxidation eines M
Archaeen (rot) fungieren als Stromversorger und setzen bei der Oxidation eines Methan-Moleküls acht Elektronen frei, die über die Nanodrähte zum Sulfatreduzierer (grün) fließen. Dort wird mit den acht Elektronen ein Molekül Sulfat in Schwefelwasserstoff umgewandelt. [weniger]
Mikroorganismen im Meer versorgen sich über winzige Stromkabel mit Energie und knacken so das Treibhausgas Methan. Strom wie aus der Steckdose - diese bequeme Art der Energieversorgung bewahrheitet sich scheinbar für bestimmte Mikroorganismen. Die Zellen können ihren Energiebedarf in Form von elektrischem Strom über Nano-Drahtverbindungen decken. Diese wahrscheinlich kleinsten Stromnetze der Welt haben Forscher vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen entdeckt, als sie Zellaggregate Methan-abbauender Mikroorganismen untersuchten. Diese bestehen aus zwei völlig verschiedenen Zelltypen, die Methan nur gemeinsam abbauen können. Die Wissenschaftler haben kabelartige Verbindungen zwischen den Zellen gefunden, mit denen die Organismen ihren Energieaustausch organisieren. Archaeen (rot) fungieren als Stromversorger und setzen bei der Oxidation eines Methan-Moleküls acht Elektronen frei, die über die Nanodrähte zum Sulfatreduzierer (grün) fließen.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience