Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück

Das Mammut vom Vogelherd (gefunden 2006): Nach neuen Erkenntnissen dezimierten J
Das Mammut vom Vogelherd (gefunden 2006): Nach neuen Erkenntnissen dezimierten Jäger vor 30.000 Jahren die Population der Pflanzenfresser. Foto: J. Lipták, copyright Universität Tübingen
Tübinger Forscher finden Hinweise gegen die These vom klimatisch bedingten Aussterben der großen Pflanzenfresser. Intensive Jagd durch den Menschen hat offenbar schon vor etwa 30. Jahren zu einem Rückgang der Mammutpopulationen in Westeuropa geführt. Zu diesem Ergebnis kommen Forscherinnen und Forscher der Universität Tübingen sowie der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in einer Studie. Wie die Wissenschaftler um die Biogeologin Dr. Dorothée G. Drucker im Fachmagazin ,,Quaternary International" berichten, lässt sich bei der Analyse von Knochen, Zähnen sowie Mammutelfenbein aus der Phase des sogenannten Gravettien (etwa 30.500 bis 22. Jahre vor unserer Zeit) zeigen, dass die klimatischen Bedingungen wie auch die Versorgung mit Nahrung und Trinkwasser für die großen Pflanzenfresser dieser Epoche stabil waren. Trotzdem ist während des Gravettiens ein deutlicher Rückgang der Funde von Gebrauchsoder Kunstgegenständen aus Mammutknochen oder -elfenbein festzustellen. Drucker und der Tübinger Biogeologe Professor Hervé Bocherens vom Senckenberg Center for Human Evolution and Paleoenvironment (HEP) werteten dazu vor allem Funde von der Schwäbischen Alb, sowie aus dem südwestfranzösischen Dordogne-Tal aus.
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