Die Antennen der Fruchtfliege Drosophila melanogaster, hier in dunkelgelb schematisch dargestellt. Dunkelrot: Duftmoleküle. [weniger]
Dank ihrer hochentwickelten Antennen können sich Insekten an kleinsten Geruchskonzentrationen orientieren. Perfekt ausgestattet mit verschiedenen Geruchsrezeptoren finden sie Nahrung, optimale Eiablageplätze oder Geschlechtspartner. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt erstmals experimentell und mithilfe von Mutanten bestätigt, dass das enorme Geruchsvermögen von Insekten - sie erkennen wenige tausend Moleküle pro Milliliter Luft, während Menschen Hunderte von Millionen Duftmoleküle zur Geruchswahrnehmung benötigen - auf einer Selbstregulation ihrer Duftrezeptoren beruht: Geringste Mengen von Duftmolekülen unterhalb der Reaktionsschwelle bewirken die Sensibilisierung bestimmter Duftrezeptoren, und das Auftreffen weiterer Moleküle kurz danach löst die Öffnung eines Ionenkanals aus, was Reaktion und Flugverhalten der Fliege steuert. Dies bedeutet, dass eine Geruchsstimulierung unterhalb der Reizschwelle die Sensibilität des Rezeptors erhöht. Kommt innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ein zweiter Geruchsimpuls hinzu, wird eine neuronale Reaktion ausgelöst. Die Antennen der Fruchtfliege Drosophila melanogaster, hier in dunkelgelb schematisch dargestellt. Dunkelrot: Duftmoleküle. Max-Planck-Institut für chemische Ökologie/Wicher Es ist erstaunlich, wie viele Fruchtfliegen ( Drosophila melanogaster ) zu einem angefaulten Apfel finden können.
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