Reprogrammieren ist nicht gleich Reprogrammieren

Links: normaler Mausembryo, Mitte: Mausembryo ohne das mütterliche Oct4, rechts:
Links: normaler Mausembryo, Mitte: Mausembryo ohne das mütterliche Oct4, rechts: Mausembryo, dem das Oct4-Protein gänzlich fehlt. Trotz des Fehlens von Oct4 werden Zellen des Embryonalknotens gebildet (grün markiert durch Färbung des Proteins Nanog; rot: Zellen des Trophoblasten). In diesem Stadium ist noch ein Embryonalknoten vorhanden, allerdings ist er nicht mehr intakt. [weniger]
Aus mit Oct4 erzeugten Stammzellen kann kein kompletter Organismus entstehen. Körperzellen lassen sich auch nachdem sie sich auf bestimmte Aufgaben spezialisiert haben wieder zu ,Alleskönnerzellen' umprogrammieren: Vier Faktoren reichen aus, damit eine spezialisierte Körperzelle wieder alle Zelltypen hervorbringen kann (Pluripotenz). Einer davon ist Oct4. Jetzt haben Wissenschaftler um Hans Schöler vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster gezeigt, dass Oct4 nicht erforderlich ist, damit eine Eizelle sich zu einem kompletten Organismus entwickeln kann (Totipotenz). Die Reprogrammierung zur Pluripotenz durch Faktoren wie Oct4 und die Reprogrammierung durch eine Eizelle durch Befruchtung oder Klonen unterscheiden sich also wesentlich voneinander. Links: normaler Mausembryo, Mitte: Mausembryo ohne das mütterliche Oct4, rechts: Mausembryo, dem das Oct4-Protein gänzlich fehlt. Trotz des Fehlens von Oct4 werden Zellen des Embryonalknotens gebildet (grün markiert durch Färbung des Proteins Nanog; rot: Zellen des Trophoblasten).
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