Dem schwarzen Tod auf der Spur: Chakkumkal Anish, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, inspiziert einen Träger, mit dem sich der Pest-Erreger Yersinia pestis nachweisen lässt. [weniger]
Mit einem zuckerbasierten Nachweis lässt sich das Bakterium Yersinia pestis einfach und treffsicher identifizieren. Eine Infektion mit Yersinia pestis , dem Erreger der Pest, lässt sich künftig möglicherweise leichter diagnostizieren als bisher. Wissenschaftler um Peter Seeberger, Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloidund Grenzflächenforschung (MPIKG) in Potsdam-Golm und Professor an der Freien Universität Berlin, haben einen einfachen, billigen und zuverlässigen Test für das Bakterium entwickelt. Die auf Zuckerchemie und -biologie spezialisierten Forscher identifizierten und synthetisierten zunächst einen Mehrfachzucker, der für die Oberfläche des Bakteriums charakteristisch ist. Den Mehrfachzucker verknüpften sie mit einem Protein, um die immunologische Wirkung zu steigern. Mit dem Glykoprotein als Antigen lassen sich im Blut von Erkrankten Antikörper auf Yersinia pestis nachweisen. Die Potsdamer Forscher erzeugten mit dem Antigen aber auch Antikörper, mit denen der Pest-Erreger in infizierten Proben direkt festgestellt werden kann.
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