„BigBrain“ zoomt bis zur Nervenzelle ins Gehirn
Haarscharfe Aufnahmen der menschliche Schaltzentrale: "BigBrain" ermöglicht Bilder mit einer bisher unerreichten Auflösung von 20 Mikrometern. Das entspricht etwa der Größe einer Nervenzelle oder weniger als der Hälfte eines Haardurchmessers. Fünf Jahre hat JARA Seniorprofessor Univ.- med. Karl Zilles gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Forschungszentrum Jülich und aus Montreal (Kanada) an dem Modell gearbeitet. Die Erkenntnisse wurden heute in der renommierten Fachzeitschrift "Science" vorgestellt. - "Das virtuelle dreidimensionale Gehirn basiert auf Informationen aus über 7400 Gewebeschnitten mit einer Dicke von nur 20 Mikrometern, die aus einem menschlichen Gehirn gewonnen wurden", berichtet Karl Zilles, heute Senior-Professor in JARA-BRAIN, dem Hirnforschungsverbund zwischen der RWTH Aachen dem Forschungszentrum Jülich. Dazu wurde jeder einzelne Gewebeschnitt eingescannt und anschließend dreidimensional an Großrechnern rekonstruiert. Die Verarbeitung der hauchdünnen, fragilen Gewebeproben ist extrem schwierig und aufwändig.




