Wechselwirkende Mutationen fördern Vielfalt

Frequenzabhängige Selektion begünstigt die Vielfalt von Populationen, erhöht aber nicht immer die mittlere Fitness der Population. Genetische Vielfältigkeit entsteht durch das Zusammenspiel von Mutationen, Selektion und genetischer Drift. In den meisten wissenschaftlichen Modellen besitzen Mutanten einen konstant bleibenden Fitnesswert. Auf Basis dieses Wertes konkurrieren sie mit anderen Typen in der Population und setzen sich entweder durch oder sterben aus. Die evolutionäre Spieltheorie hingegen hält konstante Fitnesswerte für einen Spezialfall. Die Fitness einer Mutation hängt demnach auch von der Häufigkeit der Mutation ab. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön und der University of British Columbia in Vancouver haben ein Modell für den Fall entwickelt, dass Mutationen zwar frequenzabhängig sind, aber zufällige Fitnesswerte haben.
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