Kulturschale mit anaeroben Methan-oxidierenden Mikroorganismen (Archaeen: rot, Bakterien: grün). Sie stammen vom Schlammvulkan Isis im Mittelmeer. Acht Jahre lang haben die Wissenschaftler die Mikroorganismen in der Probe angereichert. [weniger]
Bremer Wissenschaftler lüften Rätsel, wie Mikroorganismen im Meeresboden die Atmosphäre vor Methan schützen. Unter dem Meeresboden lagern große Mengen Methan. Mikroorganismen nutzen das Treibhausgas zur Energiegewinnung und verhindern so, dass es in die Atmosphäre gelangt. Mikrobiologen und Geochemiker des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie in Bremen haben zusammen mit ihren Kollegen aus Wien und Mainz entdeckt, dass der sauerstofffreie Abbau von Methan, die sogenannte die anaerobe Methanoxidation, im Meeresboden von einem einzigen Mikroorganismus aus der Domäne der Archaeen ausgeführt werden kann. Dabei koppeln sie die anaerobe Methanoxidation mit der Veratmung von Sulfat. Das Sulfat wird also entgegen früherer Annahmen nicht von einem vergesellschafteten Bakterium veratmet. Kulturschale mit anaeroben Methan-oxidierenden Mikroorganismen (Archaeen: rot, Bakterien: grün).
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