Der Unterschied zwischen Drang und Absicht
Wissenschaftler untersuchen die Rolle von philosophischen Intentionstheorien für Gehirn-Maschine-Schnittstellen - / - Konzepte aus der Philosophie des Geistes könnten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Gehirn-Maschine-Schnittstellen leisten, indem sie unterschiedliche Typen von Intentionen begrifflich erfassen / Quelle: BLBT/Universität Freiburg Wenn im Zug der Sitznachbar laut telefoniert, wird mancher den Drang verspüren, ihm das Handy zu entreißen. Letztendlich sucht man aber doch nur nach Ohrstöpseln. In der Regel können Menschen ohne Probleme zwischen spontanem Drang und planvoller Absicht, zwischen abstraktem Wunsch und alltäglichem Kompromiss unterscheiden. Was passiert aber, wenn gelähmte Patientinnen und Patienten mit ihrer Hirnaktivität Prothesen kontrollieren sollen? Die mentalen Zustände müssten deutlich erkannt werden. Wie verschiedene Arten von Intentionen für technische Anwendungen am besten und möglichst genau unterschieden werden können, untersuchen die Freiburger Forscherinnen und Forscher Franziska Thinnes-Elker, Olga Iljina und Tonio Ball gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen vom Epilepsiezentrum des Freiburger Universitätsklinikums, des Bernstein Center Freiburg und der Technischen Universität Eindhoven/Niederlande. Ihre Ergebnisse haben sie aktuell in der Zeitschrift "Frontiers in Psychology" publiziert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler legen nahe, dass die Philosophie des Geistes wichtige Beiträge zur Lösung dieses praktischen Problems leisten kann.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.