Physiker schließen Lücke für die Neutrinophysik

Blick ins Innere eines Double Chooz-Detektors. Foto: Double Chooz Kollaboration
Blick ins Innere eines Double Chooz-Detektors. Foto: Double Chooz Kollaboration
Erstmals Verschwinden von Neutrinos über kurze Distanz nachgewiesen. Physiker haben erstmals das Verschwinden von Antineutrinos über eine kurze Distanz in hoher Präzision nachgewiesen: An dem internationalen Double-Chooz-Experiment sind auch Wissenschaftler der Universität Tübingen beteiligt. Der Forschungsverbund stellte seine Ergebnisse erstmals am 9. November auf der LowNu-Konferenz in Seoul, Korea, vorgestellt. Mit den neuen Daten können Wissenschaftler nun den bislang unbekannten dritten Neutrino-Mischungswinkel bestimmen: Eine solche Messung hat wichtige Konsequenzen für die Teilchen- und Astroteilchenphysik; sie wird unser Bild der Neutrino-Oszillationen vervollständigen und zum Verständnis beitragen, warum wir im heutigen Universum Materie, aber keine Antimaterie vorfinden. Der dritte Mischungswinkel ist das noch fehlende Bindeglied in der Neutrinophysik. Eine präzise Messung desselben ist der Schlüssel für das Tor zu neuer Physik jenseits des Standardmodells der Teilchenphysik und wir stehen nun unmittelbar davorâ¤oe, erklärt Hervé de Kerret vom ⤞Centre National de la Recherche Scientifiqueâ¤oe in Frankreich, Sprecher der Double-Chooz-Kollaboration. ⤞Die Erweiterungen des Experiments, die wir für die nächsten Jahre planen, werden sicherlich zu einer deutlich genaueren Messung führenâ¤oe, erwartet der Tübinger Neutrinophysiker Tobias Lachenmaier.
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