Rasterelektonenmikroskopieaufnahme von sich teilenden Spalthefezellen (Schizosaccharomyces pombe) Abbildung: Jürgen Berger/Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie
Erkenntnisse bei Spalthefe geben Hinweise für die Erforschung von Krebstherapien - Pressemitteilung des Friedrich-Miescher-Laboratoriums und der Universität Tübingen. Wenn eine Zelle sich teilt, muss die Erbinformation in den Chromosomen fehlerfrei an die Tochterzellen weitergegeben werden. Diesen Vorgang untersuchen Forscher des Friedrich-Miescher-Laboratoriums in Tübingen an der Spalthefe als Modellorganismus. In Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Tübingen konnten sie den Aurora-Enzymen, die als wichtige Zellwerkzeuge bei der zuverlässigen Weitergabe der Erbinformation bereits bekannt waren, nun weitere Aufgaben zuschreiben. Da die unkontrollierte Zellteilung ein Merkmal von Tumoren ist, werden Hemmstoffe gegen Aurora-Enzyme bereits in der Entwicklung neuer Krebstherapien getestet - dort könnten auch die neuen Ergebnisse aus der Grundlagenforschung einfließen. Die Spalthefe (Schizosaccharomyces pombe) gehört zu den einzelligen Pilzen und ist ein vergleichsweise einfach gebauter Organismus. Dennoch ist der Zellaufbau der gleiche wie bei komplexeren Lebewesen, etwa dem Menschen.
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