,,Es muss eigentlich eine Frau sein"

1) Verziertes figürliches Fragment aus dem Hohle Fels. 2) Anhand der ,,Venus vom
1) Verziertes figürliches Fragment aus dem Hohle Fels. 2) Anhand der ,,Venus vom Hohle Fels" zeigt die Abbildung, an welche beiden Stellen einer ähnlichen Figur das Fragment passen könnte. Abbildung: M. Malina/Universität Tübingen
Neu entdecktes Elfenbeinfragment aus dem Hohle Fels gehört möglicherweise zu einer zweiten weiblichen Figurine - Sonderpräsentation im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren. Bei Ausgrabungen in der Höhle Hohle Fels auf der Schwäbischen Alb nahe Schelklingen hat das Team von Professor Nicholas Conard aus der Abteilung Urgeschichte und Quartärökologie der Universität Tübingen einen rätselhaften Fund gemacht: ein aus zwei Teilen zusammengesetztes Bruchstück aus Mammutelfenbein. Von Menschenhand bearbeitet, weist das Fragment deutliche, tief eingebrachte Rillen in musterhafter Anordnung auf. ,,Bei den bisher aus der Eiszeit bekannten Tierfiguren und Löwenmenschen gibt es keine vergleichbaren Formen und Muster", sagt Nicholas Conard. Die Ausgrabungsergebnisse werden heute in der Fachzeitschrift ,,Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg" veröffentlicht. Den geübten Blicken von Professor Conard und der Grabungstechnikerin Maria Malina war hingegen nicht entgangen, dass das Fragment an Details der 2008 entdeckten ,,Venus vom Hohle Fels" erinnerte. Diese war bisher die einzige bekannte eiszeitliche Frauendarstellung aus den Höhlen der Schwäbischen Alb.
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