Elektronen im Reaktionstest

Attosekundenblitzen sichtbaren Lichts ermöglichen es die Verzögerung zu messen,
Attosekundenblitzen sichtbaren Lichts ermöglichen es die Verzögerung zu messen, mit der Elektronen wegen ihrer Trägheit auf das anregende Licht reagieren. Die eigentümliche Form der Lichtwelle ergibt sich, weil die Forscher des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik Licht den Puls aus Licht unterschiedlicher Wellenlänge formen. [weniger]
Mit den ersten sichtbaren Attosekunden-Blitzen lässt sich die Verzögerung bestimmen, mit der Elektronen in Atomen auf die elektromagnetischen Kräfte des Lichtes ansprechen. Licht könnte der Motor sein, der Elektronik künftig noch schneller macht. So verfolgen Physiker etwa das Ziel, mit kurzen Lichtpulsen elektrische Ströme in Schaltkreisen zu steuern, und zwar im Takt der Lichtfrequenz. Erkenntnisse zur Attophysik, die ein internationales Team um Eleftherios Goulielmakis, Leiter der Forschungsgruppe Attoelectronics am Max-Planck-Institut für Quantenoptik, gewonnen hat, dürften es ermöglichen, Elektronen mit Licht künftig genauer zu kontrollieren als bislang. Denn Elektronen folgen den elektromagnetischen Kräften des Lichts offenbar mit einer kleinen Verzögerung. Die Reaktionszeit der Elektronen auf Licht bestimmten die Forscher, indem sie Elektronen in Krypton-Atomen mit Attosekunden-Pulsen sichtbaren Lichts anregten. Dabei beobachteten sie, dass es ungefähr 100 Attosekunden (eine Attosekunde ist ein Milliardstel einer milliardstel Sekunde) dauert, bis sich die Reaktion der Teilchen auf die Lichtpulse bemerkbar macht.
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