Die Experimente des Forscherteams fanden unter anderem in der Saaleaue statt, wo das "Jena-Experiment" zur funktionellen Biodiversitätsforschung läuft. (Foto: N. Eisenhauer)
Die Experimente des Forscherteams fanden unter anderem in der Saaleaue statt, wo das "Jena-Experiment" zur funktionellen Biodiversitätsforschung läuft. (Foto: N. Eisenhauer) Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Leipzig hat in einem Langzeitexperiment die Folgen von Veränderungen in der Artenvielfalt der Pflanzen für die Funktionsweise von Ökosystemen untersucht. Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich die Beziehungen zwischen Pflanzenmerkmalen und Ökosystemfunktionen von Jahr zu Jahr ändern. Die Vorhersage der langfristigen Folgen des Wandels der biologischen Vielfalt sei daher äußerst schwierig, schreiben sie in einem Beitrag für das Fachjournal ,,Nature Ecology & Evolution". ?Wir fanden heraus, dass - längerfristig betrachtet - die Verbindungen zwischen Pflanzenmerkmalen und Ökosystemfunktionen tatsächlich sehr schwach waren, da wir nur ungefähr zwölf Prozent der Varianz in der Funktion des Ökosystems erklären konnten", sagt der Erstautor des Papers, Dr. Fons van der Plas vom Institut für Biologie der Universität Leipzig. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) sowie anderer Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland fand er andere Muster als in früheren Studien, die sich auf kurzfristige Zusammenhänge zwischen Pflanzenmerkmalen und Ökosystemfunktionen konzentrierten. Diese hatten bislang viel stärkere Verbindungen zwischen den Pflanzenmerkmalen und der Funktionsweise der Ökosysteme angenommen.
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