Ältere Demonstranten bei Klimastreik
Forschende der Humboldt-Universität und Technischen Universität Berlin haben in einer aktuellen Studie das Mobilisierungsmuster der Fridays-for-Future-Bewegung untersucht. In der Öffentlichkeit ist das typische Bild der Fridays-for-Future-Bewegung (FFF) mehrheitlich durch junge Schülerinnen geprägt - ein Profil, das im Allgemeinen mit der Klimaaktivistin Greta Thunberg in Verbindung gebracht wird. Dass sich dieses Image tatsächlich in der Anhängerschaft der Bewegung widerspiegelt, wurde in einer internationalen Untersuchung zum globalen Klimastreik im März 2019 veranschaulicht. Der aktuelle Forschungsbericht der Forschenden Dr. Beth Gharrity Gardner (Humboldt-Universität zu Berlin) und Michael Neuber (Technische Universität Berlin) zeigt nun, dass es der Bewegung in Deutschland gelungen ist, auch ältere, weniger politisch aktive Erwachsene zum ,,Globalen Klimastreik" am 20. September 2019 zu mobilisieren. Anhand einer Befragung unter den September-Klimastreikerenden in Berlin und Chemnitz, wurden die Veränderungen im Mobilisierungsmuster gegenüber den März-Ereignissen aus Berlin und Bremen deutlich. So ist etwa das Durchschnittsalter zwischen den beiden Ereignissen um zwölf Jahre, von 19 Jahren - im März - auf 31 Jahre - im September - gestiegen. Bei der Untersuchung des so genannten ,,Greta-Effekts" bei den FFF-Protestierenden kamen die Autorinnen und Autoren zu gemischten Ergebnissen.



