Wie Privathaushalte die Konjunktur abwürgen können

Christian Bayer  
                 vom Institut für Makroökonomie und Ökonometri
Christian Bayer vom Institut für Makroökonomie und Ökonometrie sowie vom Hausdorff Zentrum für Mathematik der Universität Bonn. © Foto: Barbara Frommann/Uni Bonn
Studie der Universität Bonn zeigt, dass schwankende Einkommensunsicherheit zu Abschwung führen kann. Wie rasch sich die Konjunktur nach einem wirtschaftlichen Schock erholt, hängt auch vom Verhalten der privaten Haushalte ab. Mit einem komplexen theoretischen Modell wies der Ökonom Christian Bayer von der Universität Bonn mit seinem Team nach, dass eine wachsende Einkommensunsicherheit privater Haushalte zu einem wirtschaftlichen Abschwung führen kann. Anhand des Modells lassen sich auch die Handlungsoptionen des Staates aufzeigen und ihre Konsequenzen für die Konjunktur berechnen: Staatliche Investitionen können die Wirtschaft ähnlich stabilisieren wie Zinssenkungen, aber mit günstigeren Verteilungswirkungen. Die Studie ist nun im Fachjournal ,,Econometrica" erschienen. Neben Großkonzernen und Banken mit Milliardenumsatz mögen private Haushalte wie der ökonomische David gegenüber einem Goliath wirken - doch ist ihr wirtschaftlicher Einfluss nicht zu unterschätzen. ,,Wenn die Mehrheit der Haushalte ähnliche ökonomische Entscheidungen trifft, kann sich das sehr wohl auf die Ökonomie eines Landes oder sogar weltweit auswirken", ist Christian Bayer vom Institut für Makroökonomie und Ökonometrie der Universität Bonn überzeugt.
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