Warum wir auch in Bewegung eine stabile Welt sehen

Tübinger Neurowissenschaftler erforschen das Zusammenspiel von visueller Wahrnehmung und Kopfbewegungen mittels funktioneller Magnetresonanztomographie. Mit jeder Kopfbewegung verändert sich das Abbild unserer Umgebung, das die Augen erreicht. Damit wir unsere Umwelt dennoch als stabil wahrnehmen, muss das Gehirn diese visuelle Information mit der Bewegung des Kopfes verrechnen. Zwei Neurowissenschaftlern vom Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) der Universität Tübingen ist es nun erstmals gelungen, per funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) zu beobachten, was im Gehirn bei dieser Verrechnung geschieht. Ihre Ergebnisse tragen dazu bei, zu verstehen, wie sich Virtual-Reality-Anwendungen auf das Gehirn auswirken; sie wurden nun im Fachmagazin NeuroImage veröffentlicht. Unsere Umwelt erscheint uns auch dann stabil, wenn wir uns in ihr bewegen. Das liegt daran, dass unser Gehirn einen ständigen Abgleich der Sinne vornimmt: So werden visuelle Reize mit dem Gleichgewichtssinn, der relativen Stellung von Kopf zu Körper oder der Rückmeldung von ausgeführten Bewegungen in Einklang gebracht.
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