Eikammer eines Fruchtfliegen-Weibchens mit der Eizelle, in der H3K27me3 durch eine grüne Anfärbung sichtbar gemacht wurde. Diese Zelle wird gemeinsam mit den Spermium zur Entstehung der nächsten Fliegengeneration beitragen. In der oberen rechte Ecke sind ein mütterlicher und väterlichen Vorkern vor ihrer Fusion während der Befruchtung abgebildet. Die grüne Färbung von H3K27me3 erscheint ausschließlich im mütterlichen Vorkern, was darauf hinweist, dass ihre epigenetischen Instruktionen in die nächste Generation vererbt werden. [weniger]
Max-Planck-Forscher zeigen, dass wir mehr als nur Gene erben. Wir sind mehr als die Summe unserer Gene. Epigenetische Mechanismen, die durch Umwelteinflüsse wie Ernährung, Krankheit oder unseren Lebensstil verändert werden, nehmen eine wichtige Rolle bei der Steuerung unseres Erbguts ein, indem sie Gene einoder ausschalten. Lange Zeit war fraglich, ob diese epigenetischen Informationen, die sich über das ganze Leben hinweg in unseren Zellen ansammeln, die Grenze der Generationen überschreiten und an Kinder oder sogar Enkel weitervererbt werden können. Forscher des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg konnten nun zeigen, dass nicht nur die vererbte DNA selbst, sondern auch vererbte epigenetische Instruktionen zur Regulierung der Genexpression der Nachkommen beitragen. Darüber hinaus beschreiben die neuen Erkenntnisse des Labors von Nicola Iovino zum ersten Mal die biologischen Folgen dieser vererbten epigenetischen Informationen. Die Studie an Fliegen verdeutlicht, dass das epigenetische Gedächtnis der Mutter für die Entwicklung und das Überleben der neuen Generation wesentlich ist.
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