Tunnelblick auf das Spiel der Elektronen

Eine fast perfekte Oberfläche: Die Grafik zeigt einen Schnitt durch eine Yt
Eine fast perfekte Oberfläche: Die Grafik zeigt einen Schnitt durch eine Ytterbiumrhodiumsilicid-Probe. Zu erkennen ist eine regelmäßig geordnete Schicht von Silicium-Atomen mit einem Defekt, an dem ein Silicium-Atom durch ein größeres Ytterbium-Atom ersetzt ist. In den Probenoberflächen der Dresdener Physiker treten unter rund 30000 Atomen nur 70 Fehlstellen auf – beste Voraussetzungen für aussagekräftige Messungen.
Paare in leitender Funktion - Seit ihrer Entdeckung vor 100 Jahren wecken Supraleiter die Hoffnung, dass sie Strom ohne Verlust leiten könnten. Aber wie verlieren unkonventionelle Supraleiter ihren Widerstand? Ordnung und Bewegung am quantenkritischen Punkt - Dass sich in einer Ytterbium-Verbindung am Nullpunkt der Temperatur plötzlich die Zahl der Leitungselektronen verringert, gibt Hinweise für eine neue Theorie Mit Elektronen ist es ähnlich wie mit Fußballmannschaften: Wenn sie so stark zusammenspielen wie die Spieler des FC Barcelona, wird es interessant. Elektronen, die stark miteinander wechselwirken, bringen etwa die Supraleitung, den verlustfreien Stromtransport, hervor. Einen völlig neuen Blick auf das Zusammenspiel von Elektronen wirft nun ein Team um Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden. Sie haben mit einem Rastertunnelmikroskop den Kondo-Effekt in dem Metall Ytterbiumrhodiumsilicid YbRh2Si2 untersucht, das ungepaarte Elektronen und daher magnetische Momente enthält. Dabei schirmen die starken Wechselwirkungen zwischen den Elektronen die magnetischen Momente bei tiefen Temperaturen voneinander ab. Wie diese Abschirmung entsteht, haben die Dresdner Physiker nun beobachtet.
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