Universität Münster bedankt sich bei 113 ProTalent-Förderern

Stipendienfeier mit 300 Gästen / Festvortrag über den Weg zur synthetischen Zelle

In einer Festveranstaltung in der Schloss-Aula dankte das Rektorat der Universit
In einer Festveranstaltung in der Schloss-Aula dankte das Rektorat der Universität den Förderern und gratulierte den Stipendiaten. © Uni Münster - Thomas Mohn
Rund 300 gut gelaunte Gäste, reichlich Musik mit einer außergewöhnlichen Zugabe und ein interessanter Festvortrag: Die diesjährige Stipendienfeier der Universität Münster bot den Förderern und Stipendiaten des ProTalent-Stipendienprogramms ein abwechslungsreiches Programm. Die Lebensläufe der Stipendiaten zeigten nicht nur exzellente akademische Leistungen, sondern auch ein bemerkenswertes Maß an sozialem, gesellschaftlichem und universitärem Engagement, betonte Rektor Johannes Wessels. ,,Die Vielfalt Ihrer Interessen, Erfahrungen und Hintergründe ist eine große Stärke - für unsere Universität und für unsere Gesellschaft insgesamt." Gleichzeitig dankte er den 113 Förderern. ,,Mit Ihrem Engagement erkennen Sie nicht nur die Leistungen und Potenziale der Geförderten an, sondern schenken ihnen Vertrauen, Ermutigung und Motivation für ihren weiteren Weg."

Im Festvortrag ging es um nichts weniger als um den Ursprung des Lebens - um die Zelle als die kleinste lebende Einheit aller Organismen. Eine Zelle ist ein hochkomplexes Gebilde. Wer sie künstlich von Grund auf nachbauen will, muss die wichtigsten Komponenten zu einem funktionierenden Organismus zusammenfügen und tatsächlich zum Leben erwecken - das ist die große Vision der Zellingenieure, die dafür den sogenannten ,,Bottom-up-Ansatz" verfolgen. Kein einfaches Thema - aber der Biochemikerin Seraphine V. Wegner gelang es in ihrem Festvortrag, den faszinierenden Weg zur synthetischen Zelle anschaulich darzustellen.

Ein weiteres Highlight war die musikalische Begleitung des Abends, die in diesem Jahr ausschließlich ProTalent-Stipendiaten übernahmen. 14 Geförderte begeisterten in verschiedenen Klassikund Pop-Konstellationen mit Stücken von der Romantik bis heute. Die abschließende Zugabe kam vielen Gästen wie ein Kunststück vor: Gleich vier Musiker nahmen am Klavier Platz und spielten achthändig Albert Lavignacs ,,Galop-marche à huit mains". Beim anschließenden Empfang im Schloss-Foyer kamen die Förderer untereinander und mit den Stipendiaten ins Gespräch.

Zum Hintergrund: Seit 2011 vergibt die Universität Münster ProTalent-Stipendien in Kooperation mit privaten Förderern. Das Programm basiert auf dem Deutschlandstipendium des Bundes. Im aktuellen Förderjahr werden 315 Studierende mit 300 Euro pro Monat unterstützt, die je zur Hälfte vom Bund und einem privaten Förderer finanziert werden.