Stipendienfeier mit 300 Gästen / Festvortrag über den Weg zur synthetischen Zelle

Im Festvortrag ging es um nichts weniger als um den Ursprung des Lebens - um die Zelle als die kleinste lebende Einheit aller Organismen. Eine Zelle ist ein hochkomplexes Gebilde. Wer sie künstlich von Grund auf nachbauen will, muss die wichtigsten Komponenten zu einem funktionierenden Organismus zusammenfügen und tatsächlich zum Leben erwecken - das ist die große Vision der Zellingenieure, die dafür den sogenannten ,,Bottom-up-Ansatz" verfolgen. Kein einfaches Thema - aber der Biochemikerin Seraphine V. Wegner gelang es in ihrem Festvortrag, den faszinierenden Weg zur synthetischen Zelle anschaulich darzustellen.
Ein weiteres Highlight war die musikalische Begleitung des Abends, die in diesem Jahr ausschließlich ProTalent-Stipendiaten übernahmen. 14 Geförderte begeisterten in verschiedenen Klassikund Pop-Konstellationen mit Stücken von der Romantik bis heute. Die abschließende Zugabe kam vielen Gästen wie ein Kunststück vor: Gleich vier Musiker nahmen am Klavier Platz und spielten achthändig Albert Lavignacs ,,Galop-marche à huit mains". Beim anschließenden Empfang im Schloss-Foyer kamen die Förderer untereinander und mit den Stipendiaten ins Gespräch.
Zum Hintergrund: Seit 2011 vergibt die Universität Münster ProTalent-Stipendien in Kooperation mit privaten Förderern. Das Programm basiert auf dem Deutschlandstipendium des Bundes. Im aktuellen Förderjahr werden 315 Studierende mit 300 Euro pro Monat unterstützt, die je zur Hälfte vom Bund und einem privaten Förderer finanziert werden.

