Die Klassische Gräzistik am Institut für Griechische und Lateinische Philologie lädt vom 27. Mai bis 8. Juli 2024 jeweils montags von 18.15 Uhr bis 19.45 Uhr zum 10. Literaturwissenschaftlichen Propädeutikum ein. In sieben Vorträgen mit anschließender Diskussion soll mit Klassikern der europäischen Literaturgeschichte - unter anderem mit Hesiods Theogonie, Homers Ilias und Vergils Aeneis - das Thema ,,Krieg" beleuchtet werden. Neben Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sind Studierende und alle Interessierten zu der öffentlichen Veranstaltungsreihe mit dem Titel ,,Krieg. Darstellungen und Reflexionen in der antiken Literatur" herzlich eingeladen.
Mit Hesiods Theogonie und Homers Ilias stehen gleich zwei Werke am Anfang der europäischen Literaturgeschichte, in denen der Krieg eine zentrale Rolle spielt. In der Theogonie wird der Sieg der olympischen Götter im Krieg gegen die Titanen zur Bedingung der Zeus-Herrschaft, in der Ilias bildet der Trojanische Krieg den Hintergrund vielschichtiger Erzählungen. Doch sind diese Texte weit mehr als nur Berichte über Schlachten - sie bieten Einblicke in menschliches Handeln und dessen Bedingungen.
Die Vortragsreihe lädt dazu ein, die vielfältigen Darstellungen des Krieges in der antiken Literatur zu erkunden und den unterschiedlichen Perspektiven und Reflexionen nachzuspüren. So ermöglichen Darstellungen des Krieges im antiken Epos und Drama Einsichten in die Perspektive von Feinden und Besiegten, reflektieren über menschliche Freiheit und die Bedingung von Ordnung, warnen vor den Folgen des Krieges und dem Verlust der Menschlichkeit. Sie legitimieren Machtansprüche, kritisieren politische Strömungen und gesellschaftliche Entwicklungen und präsentieren Studien entgrenzter Charaktere.
Die 10. Literaturwissenschaftliche Propädeutikum wird von der Klassischen Gräzistik der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich 980 ,,Episteme in Bewegung" und dem Aristotelismus-Zentrum Berlin veranstaltet. (cxm)
Das wissenschaftliche Ethos der Freien Universität Berlin wird seit ihrer Gründung im Dezember 1948 von drei Werten bestimmt: Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit.
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