Eine Oberfläche, an der Öl und Wasser abprallen: Die super-amphiphobe Beschichtung wird nicht einmal von dem dünnflüssigen Öl Hexadekan benetzt, das sich sogar auf Teflon ausbreiten würde. Daher springt ein Tropfen der Flüssigkeit zunächst von der Oberfläche hoch und bleibt schließlich fast vollkommen rund auf ihr liegen. Die super-amphiphoben Eigenschaften werden von einer schwammartige Glasstruktur hervorgerufen, die Forscher am Max-Planck-Institut für Polymerforschung entwickelt haben.
Dank einer kugelförmigen Nanostruktur wirkt eine fluorierte Beschichtung aus Silikat extrem wasser- und ölabweisend. Nie wieder Brille putzen, und keine dreckige Windschutzscheibe mehr! Diesem Ziel sind Forscher des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz und der Technischen Universität Darmstadt ein gutes Stück näher gekommen. Sie haben mithilfe von Kerzenruß eine durchsichtige super-amphiphobe Beschichtung aus Glas hergestellt. An dem Überzug perlt also sowohl Wasser als auch Öl vollkommen ab. Das blieb auch so, als die Forscher die Schicht mit einem Sandstrahl beschädigten. Diese Eigenschaften verdankt das Material seiner Nanostruktur. Derart versiegelte Oberflächen, könnten überall dort zum Einsatz kommen, wo Verunreinigungen oder auch ein Wasserfilm schädlich oder einfach lästig sind.
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