Eine Alternative für Antibiotika
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Wissenschaftler der Cornell University, der Georgetown University und der Freien Universität Berlin haben analysiert und zusammengefasst, inwiefern antimikrobielle Peptide, wie sie in Pflanzen und Tieren vorkommen, eine Alternative für herkömmliche Antibiotika sein können. Antibiotikaresistenz ist weltweit eines der größten Gesundheitsprobleme. ,,Antimikrobielle Peptide schützen Tiere und Pflanzen Infektionen vor allem mit Bakterien, aber auch Pilzen, Parasiten und Viren", sagt Jens Rolff, Biologe an der Freien Universität. Antimikrobielle Peptide hätten Eigenschaften, die sie weniger empfindlich gegen die Resistenzevolution von Bakterien machen als herkömmliche Antibiotika. Dazu gehört, dass sie im Gegensatz zu Antibiotika Bakterien sehr schnell töten und die Wahrscheinlichkeit von Mutationen nicht erhöht wird. Jens Rolff und seine Kollegen Brian Lazzaro (Cornell University) und Michael Zasloff (Georgetown University) diskutieren in ihrer Publikation die Evolution von antimikrobiellen Peptiden und die Möglichkeit mithilfe der daraus gewonnenen Erkenntnissen eine schnelle Resistenzevolution zu verhindern. Die Erkenntnisse könnten langfristig dazu führen, dass antimikrobielle Peptide beim Menschen gegen Infektionen eingesetzt werden können.Der Beitrag wurden in der renommierten Fachzeitschrift Science publiziert.




