Studienautor Kalipada Jana© privat
Studienautor Kalipada Jana© privat Organische Moleküle mit Atomen des Halbmetalls Bor zählen zu den bedeutendsten Bausteinen für Syntheseprodukte, die nötig sind, um Arzneistoffe und landwirtschaftliche Chemikalien herzustellen. Bei den üblicherweise in der Industrie eingesetzten Stoffumwandlungen geht allerdings häufig die wertvolle Bor-Einheit verloren, die in einem Molekül ein anderes Atom ersetzen kann. Chemikern der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ist es jetzt gelungen, die Anwendungsmöglichkeiten von handelsüblichen und industriell verwendeten Bor-Verbindungen, sogenannten Allylboronsäureestern, wesentlich zu erweitern. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Chem" erschienen. Da sogenannte Boronsäurederivate in ihren Varianten sehr vielfältig und verlässlich anwendbar sind, setzen sie Chemiker häufig ein, um wichtige Kohlenstoff-Kohlenstoff-Kupplungen (C-C-Kupplungen) aufzubauen. Das bedeutendste Verfahren, bei dem Boronsäurederivate verwendet werden, ist die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Suzuki-Miyaura-Kupplung. Ebenfalls breite Anwendung in der Synthese finden die sogenannten Allylboronsäureester, die auch zu dieser Klasse der Bor-Verbindungen gehören.
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