Botox beeinflusst die Gefühlssteuerung im Gehirn

- EN- DE
Hat gezeigt, das Botulinumtoxin-Spritzen nicht nur Muskeln beeinflussen, sondern
Hat gezeigt, das Botulinumtoxin-Spritzen nicht nur Muskeln beeinflussen, sondern auch das emotionale Steuerzentrum im Gehirn: Professor Dr. Tillmann Krüger; Copyright: Karin Kaiser / MHH
Hat gezeigt, das Botulinumtoxin-Spritzen nicht nur Muskeln beeinflussen, sondern auch das emotionale Steuerzentrum im Gehirn: Professor Dr. Tillmann Krüger; Copyright: Karin Kaiser / MHH - Studie zeigt Auswirkung auf Mandelkern im Schläfenlappen Das Bakteriengift Botulinumtoxin (BTX) - umgangssprachlich auch Botox genannt - ist den meisten Menschen als Mittel gegen Falten bekannt. Doch Botulinumtoxin kann noch mehr: Wird es etwa in die Stirn gespritzt, lindert es Depressionen. Auch bei Menschen mit Borderline-Erkrankung, die an extremen Stimmungsschwankungen leiden, dämpft es nachhaltig negative Emotionen. Das hat Tillmann Krüger, Oberarzt und Forschungsgruppenleiter an der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) schon vor Jahren nachgewiesen - gemeinsam mit seinem Kollegen Privatdozent (PD) Dr. Marc Axel Wollmer von der Asklepios Campus Hamburg der Semmelweis Universität. Jetzt haben die Psychiater herausgefunden, wo und wie BTX das Negativ-Programm im Gehirn beeinflusst. Mit Hilfe von Magnetresonanztomographie (MRT) haben sie die neuronalen Effekte bei Borderline-Patientinnen sichtbar gemacht. Das Ergebnis: Botulinumtoxin beeinflusst im Gehirn die sogenannte Amygdala oder auch Mandelkern genannte Region im Schläfenlappen, wo Ängste entstehen und verarbeitet werden.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience