Glyphosat hemmt symbiotische Bakterien von Käfern

Getreideplattkäfer Oryzaephilus surinamensis auf Haferflocken. © Johannes Gutenb
Getreideplattkäfer Oryzaephilus surinamensis auf Haferflocken. © Johannes Gutenberg-Universität Mainz/ Julian Kiefer
Getreideplattkäfer Oryzaephilus surinamensis auf Haferflocken. Johannes Gutenberg-Universität Mainz/ Julian Kiefer - Das Pestizid schädigt die für die Bildung des Außenskeletts notwendigen Mikroorganismen von Getreideplattkäfern Der Getreideplattkäfer lebt in enger Gemeinschaft mit symbiotischen Bakterien. Die Bakterien liefern wichtige Bausteine für die Bildung des Außenskeletts der Insekten, das sie vor Trockenheit und Feinden schützt. Ein Team von Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena und des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology in Japan zeigt in einer neuen Studie, dass das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat die symbiotischen Bakterien des Getreidekäfers hemmt. Käfer, die Glyphosat ausgesetzt sind, erhalten von den Bakterien nicht mehr die benötigten Bausteine. Die Studie zeigt damit, dass das Unkrautvernichtungsmittel indirekt, über ihre intrazellulären, bakteriellen Partner, auch Insekten schädigt und dadurch zu deren massenhaften Sterben beitragen dürfte. Lebewesen existieren nicht isoliert, sondern sind in ein komplexes Netzwerk von ökologischen Wechselwirkungen eingebunden.
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