
Tobias Kleimann und Leya Fröhlich erhalten Preis für Masterarbeit in den Agrarwissenschaften
Die Förderungsgemeinschaft der Kartoffelwirtschaft e.V. (FG) hat zwei Masterarbeiten aus den Agrarwissenschaften der Universität Göttingen ausgezeichnet. Tobias Kleimann untersuchte die Auswirkungen von ,,Reduzierter Stickstoffdüngung in der Stärkekartoffelproduktion", Leya Fröhlich beschäftigte sich mit ,,Potenzialen zur Steigerung der N-Nutzungseffizienz und Einfluss auf die Qualität bei Stärkekartoffeln". Beide Studien liefern praxisnahe Erkenntnisse für eine ressourceneffiziente Düngungsstrategie und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Kartoffelproduktion.
Kleimann analysierte den Einfluss unterschiedlicher Stickstoffdüngungsstrategien auf Ertrag, Qualität und Stickstoffnutzungseffizienz von Stärkekartoffeln am Standort Emsland, Versuchsgut Rupennest. Der Standort ist durch sandige Böden und erhöhte Stickstoffverlustrisiken geprägt. Seine Ergebnisse zeigen, dass eine reduzierte Stickstoffdüngung unter diesen Bedingungen ohne signifikante Einbußen bei Ertrag und Qualität möglich ist. Zugleich wird deutlich, dass insbesondere die Stickstoffnachlieferung aus dem Boden eine zentrale Rolle spielt und bei der Düngeplanung stärker berücksichtigt werden sollte. Damit liefert die Arbeit praxisnahe Hinweise für ein standortangepasstes und ressourceneffizientes Düngemanagement im Kartoffelanbau.
Mit der Auszeichnung würdigt die Förderungsgemeinschaft der Kartoffelwirtschaft jährlich studentische Abschlussarbeiten, die durch besondere wissenschaftliche Qualität und hohe Praxisrelevanz überzeugen. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Kartoffelforschung zu fördern und den Transfer von Forschungsergebnissen in die landwirtschaftliche Praxis zu stärken.


