Zwei Termitenarten sind Ursache für Feenkreise

Inmitten der Graslandschaften am Rande der Namib-Wüste im südlichen Afrika sind in sehr großer Zahl kreisrunde Kahlstellen zu finden, die in regelmäßigen Mustern angeordnet sind. Ein Forschungsteam des Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg hat nun weitere Hinweise gefunden, welche eine Entstehung durch Termiten belegen. Sie sind ein Phänomen: zahlreiche kreisförmige kahle Stellen inmitten der afrikanischen Graslandschaft, die von einem Ring kräftig wachsenden Grases umgeben sind. Diese als Feenkreise bezeichneten Kahlstellen kommen vor allem am Rand der Namib-Wüste im südlichen Afrika vor, das Verbreitungsgebiet erstreckt sich dabei von Angola über Namibia bis nach Südafrika. Die Wissenschaft ist sich uneins Über die Entstehung dieser Feenkreise sind sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis heute uneins: Einige Arbeitsgruppen meinen, anhand theoretischer Modelle nachweisen zu können, dass sich die Pflanzen gegenseitig das Wasser rauben und dadurch die riesigen Kahlstellen in einem regelmäßigen Raummuster entstehen. Ein Team aus den Fachbereichen Biologie und Erdsystemwissenschaften der Universität Hamburg sowie zwei südafrikanischen Universitäten verfolgt dagegen seit vielen Jahren die Hypothese, dass die Kahlstellen in der Namib-Wüste durch Fraß von Insekten geschaffen werden. Bereits im Jahr 2013 wurden Ergebnisse in der Fachzeitschrift ,,Science" veröffentlicht, die zeigten, dass die Feenkreise von bodenlebenden Sandtermiten der Gattung Psammotermes hervorgerufen werden, die die kahlen Stellen produzieren, um in ihnen das wenige Wasser zu konservieren.
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