Lester Barnsley, Instrumentwissenschaftler des Forschungszentrums Jülich, an der Kleinwinkelneutronenstreuanlage KWS-1 des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München. R. Müller / TUM
Lester Barnsley, Instrumentwissenschaftler des Forschungszentrums Jülich, an der Kleinwinkelneutronenstreuanlage KWS-1 des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München. R. Müller / TUM Neutronen machen Strukturveränderungen in molekularen Bürsten - Sie sehen aus wie mikroskopisch kleine Flaschenbürsten: Polymere mit einem Rückgrat und Büscheln von Seitenarmen. Dieses molekulare Design verleiht ihnen ungewöhnliche Fähigkeiten: Sie können beispielsweise Wirkstoffe binden und bei einer Temperaturänderung wieder freisetzen. Mit Hilfe von Neutronenstrahlen ist es nun einem Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) gelungen, die Veränderungen der inneren Struktur, die sich dabei vollzieht, sichtbar zu machen. ,,Mit klassischen optischen Verfahren lässt sich die Struktur der nur nanometerkleinen Flaschenbürsten-Polymere nicht untersuchen: Man kann zwar sehen, dass eine wässrige Lösung, die diese Polymere enthält, bei einer bestimmten Temperatur trübe wird. Aber warum das so ist, und wie sich das Rückgrat und die Seitenarme im Wasser ausstrecken oder zusammenziehen, war bisher ungeklärt", berichtet Prof. Christine Papadakis. Dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gerne mehr über das Innenleben der Flaschenbürsten-Polymere wüssten, hat einen einfachen Grund: Die puscheligen Moleküle, die aus verschiedenartigen Polymerketten bestehen und bei einer bestimmten Temperatur schlagartig ihre Wasserlöslichkeit ändern, sind aussichtsreiche Kandidaten für eine Vielzahl von Anwendungen.
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