Vor 66 Millionen Jahren - an der Grenze von der Kreidezeit zum Paläogen - starben rund Dreiviertel der Tierarten aus, unter anderem die Dinosaurier. Die Ursache dafür wird seit Jahrzehnten in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Aktuelle Untersuchungen eines internationalen Forscherteams deuten darauf hin, dass ein Asteroideneinschlag alleiniger Verursacher dieses Massenaussterbens war und vulkanische Aktivität keine Rolle gespielt hat, auch wenn sie durchaus Auswirkungen auf das Klima und die Biosphäre hatte. An den Untersuchungen waren Geowissenschaftler der Universität Heidelberg maßgeblich beteiligt. Das Massenaussterben am Ende der Kreidezeit war das jüngste von fünf großen Ereignissen dieser Art, die in der Erdgeschichte stattgefunden haben. Wie der Heidelberger Geowissenschaftler Oliver Friedrich erläutert, kommen dafür zwei Szenarien als mögliche Ursachen in Frage - ein Asteroideneinschlag vor der Halbinsel Yucatán (Mexiko), dessen Folge noch heute in Form eines 200 Kilometer breiten Kraters sichtbar ist, oder massive vulkanische Aktivitäten über einen längeren geologischen Zeitraum in der Region Dekkan im Süden Indiens. Die Auswirkungen des Deccan-Vulkanismus hat nun das 36-köpfige Forscherteam unter der Leitung von Pincelli M. Hull von der Yale University (USA) und André Bornemann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) mit verschiedenen geochemischen und mikropaläontologischen Methoden untersucht.
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