Ohrid-See (Bild: Flickr)
Ohrid-See (Bild: Flickr) Tiefbohrung im ältesten und artenreichsten See Europas liefert neue Erkenntnisse zur Evolution / Veröffentlichung in ,,Science Advances" Je älter und stabiler ein Ökosystem ist, umso langlebiger sind die dort lebenden Arten und umso beständiger die Artengemeinschaften. Diese neuen Erkenntnisse zur Evolution gewann ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universität zu Köln mit Hilfe einer Tiefbohrung im Ohrid-See. Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift ,,Science Advances" veröffentlicht. Der 1,4 Millionen Jahre alte See an der Grenze zwischen Albanien und Nordmazedonien ist nicht nur der derzeit älteste, sondern mit mehr als 300 nur dort vorkommenden, sogenannten endemischen Spezies auch der artenreichste See in Europa. Um die Evolutionsereignisse seit der Entstehung des Sees zu untersuchen, kombinierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Umweltund Klimadaten eines 568 Meter langen Sedimentkerns mit den darin enthaltenen Fossilbelegen von über 150 endemischen Kieselalgenarten. Dabei zeigte sich, dass kurz nach der Bildung des Sees neue Arten innerhalb von wenigen tausend Jahren entstanden. Viele von ihnen starben aber in dem damals verhältnismäßig kleinen und flachen See auch sehr schnell wieder aus.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.