Neue Nervenzellen fürs Gehirn

Transplantierte Nervenzellen (blau) verknüpfen sich im adulten Mäusehirn spezifi
Transplantierte Nervenzellen (blau) verknüpfen sich im adulten Mäusehirn spezifisch und stabil mit Nervenzellen des Empfängergewebes (gelb) und können durch Verletzungen entstandene Lücken im neuronalen Netzwerk schließen. [weniger]
Junge Nervenzellen integrieren sich vollständig in beschädigte Nervennetzwerke der Sehrinde. Verliert unser Gehirn Nervenzellen, kann es diesen Verlust selbst kaum kompensieren. Wissenschaftler und Ärzte hoffen daher, mit transplantierten Nervenzellen Schäden durch Verletzungen oder Krankheiten auszugleichen. Inwieweit sich die neuen Zellen in ein bestehendes Nervennetzwerk integrieren und dessen Aufgaben übernehmen können, ist jedoch unklar. Nun zeigen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried, der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Helmholtz Zentrums München in Mäusen, dass transplantierte embryonale Nervenzellen zu gleichwertigen Mitgliedern eines bestehenden Nervennetzwerks heranwachsen und die Aufgaben ihrer neuen Position vollständig übernehmen. Transplantierte Nervenzellen (blau) verknüpfen sich im adulten Mäusehirn spezifisch und stabil mit Nervenzellen des Empfängergewebes (gelb) und können durch Verletzungen entstandene Lücken im neuronalen Netzwerk schließen. Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson, aber auch ein Schlaganfall oder bestimmte Verletzungen, führen zum Verlust von Nervenzellen.
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