Dank der extremen Trockenheit der judäischen Wüste ist pflanzliches Material außerordentlich gut erhalten | Rechts: Aufnahme eines in der Yoram-Höhle gefundenen Gerstenkorns. Fotos: Uri Davidovich, Credit: Nature genetics, DOI: 10.1038/ng.3611
Steinzeitliches Getreide aus dem Fruchtbaren Halbmond - Domestikation der Gerste hatte Ursprung im Oberen Jordantal. Erstmals ist es einem internationalen Forschungsteam gelungen, das Genom uralter Gerstensamen zu entschlüsseln. Die Samen wurden aus einer Höhle in der Nähe des Toten Meers geborgen und sind rund 6.Jahre alt. Es handelt sich damit um das älteste bislang rekonstruierte Pflanzengenom. Genetisch unterscheidet sich die steinzeitliche Gerste kaum von heutigen, lokalen Gerstensorten in Ägypten und der südlichen Levante. Damit stützen die neuen Ergebnisse die Hypothese, dass die Domestikation der Gerste im Oberen Jordantal ihren Ursprung hat. Die Paläogenetiker Verena Schünemann und Johannes Krause vom Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie der Universität Tübingen führten die Studie zusammen mit einem internationalen Forschungsteam aus Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben, der Bar-Ilan Universität in Ramat Gan, der Hebrew University in Jerusalem; der Universität Haifa, des James-Hutton-Instituts, Großbritannien, der Universität Kaliforniens in Santa Cruz, USA und der Universität Minnesota St. Paul, USA.
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