Nervenzellen im Krähengehirn ordnen Bilder richtig zu
Während des Lernens entstehen Reaktionsmuster, die relevante Zusammenhänge anzeigen - ähnlich wie beim Säugetier. Krähen sind dafür bekannt, dass sie schnell Zusammenhänge herstellen können: nur so können sie sich erfolgreich in unseren Städten zurecht finden und lernen, wie man mit Ampeln umgeht, wer ihnen Nüsse mitbringt, und welche Menschen man besser meiden sollte. Wie das Gehirn der Krähen solche Lernaufgaben meistert, das konnten jetzt Forscher der Universität Tübingen in einer Studie zeigen, die im Fachjournal PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) erschienen ist. In der Aufgabe ging es darum, beliebige Bilder in zwei verschiedene Gruppen einzuteilen - manche Bilder waren der Farbe ,,blau" zugeordnet, andere der Farbe ,,rot". Nachdem sie einen Vogel gesehen hatten, mussten die Krähen z.B. ein rotes Quadrat mit dem Schnabel berühren, wohingegen ein Blumenbild die Auswahl eines blauen Quadrates erforderte. Zunächst mussten die Krähen durch Ausprobieren/Raten lernen, welche Bilder zu welcher Farbe gehörten. Durch Belohnung für jede richtige Antwort lernten die Krähen innerhalb weniger Wiederholungen die passenden Zusammenhänge für jedes neue Bild.


